Stadt Nauen „Beobachten – Verfolgen – Zersetzen“ – Vortrag zum Wirken der Stasi in Nauen und Bürgerberatung zur Akteneinsicht


Symbolbild/Redaktion-Gebäudeteil-Rathaus-nauen

Nauen, 01.03.2019/ Ende der 1980er Jahre arbeiteten mehr als 500 inoffizielle Mitarbeiter mit Decknamen wie „Fritz“, „Tucholski“, „Adler“, „Klaus Lehmann“ für die MfS-Kreisdienststelle Nauen. Sie sammelten Informationen aus dem gesamten Kreisgebiet. Auch die auf kommunaler Ebene bestehenden Kontakte zwischen dem Westberliner Bezirk Spandau und der Stadt Nauen wurden durch die Stasi überwacht. Im September 1987 plante die Stasi detailliert den Ablauf eines Besuches einer Westberliner Gewerkschaftsdelegation und sicherte die Straßen und Plätze im Zeitraum des Besuches ab.

Ein Vortrag in der Stadtverwaltung Nauen befasst sich am 14. März mit dem Thema. Rüdiger Sielaff (BStU) gibt mithilfe überlieferter Dokumente aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv einen Einblick in die Überwachung, Repression und deren Konsequenzen für die Bevölkerung.

Im Vorfeld besteht für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, einen Antrag auf persönliche Aktensicht zu stellen. Beschäftigte der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) beraten unter anderem zu Rehabilitierung.

Interessierte können in Musterakten lesen. Kostenfreie Publikationen zu verschiedenen Themen werden angeboten.

PM-Stadt Nauen/Faltin

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